CUB_crau20171108

Chemische Technologie

Bezeichnung

Bachelor-Studiengang „Chemische Technologie“ (BCT)

Hochschulgrad

Bachelor of Engineering (B. Eng.)

Regelstudienzeit

7 Semester (inklusive BPS)

Studienbeginn

Jeweils zum Wintersemester

Praktikum

kein Praktikum erforderlich

Zulassung

NC

Sprachen

Die Lehrveranstaltungen werden in deutscher oder in englischer Sprache gehalten. Als ausreichendes Niveau des jeweiligen Sprachverständnisses wird das TELC-Zertifikat B 1 angesehen.

Informationen zur Bewerbung, Studium & Zulassung

Ein Studienbeginn ist nur jeweils zum Wintersemester möglich.
Da für diesen Studiengang eine Zulassungsbeschränkung besteht endet die Bewerbungsfrist jeweils am 15. Juli des Jahres. Dieser Studiengang wird einer Zulassungsbeschränkung unterliegen.

Ein Praktikum vor Studienbeginn ist nicht erforderlich.

„Chemische Technologie“ bzw. „Biotechnologie“

Allgemeine/fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder erfolgreich bestandene Prüfung für besonders befähigte Berufstätige.
Zulassung internationaler Studierender

Praktika, Berufserfahrung
Für keinen der drei Studiengänge ist ein Vor-Praktikum verlangt.

Wer ein Studium beginnt und vorab eine Lehre als Chemikant, Chemielaborant, Chemisch-Technischer Assistent, Chemietechniker oder -meister erfolgreich abgeschlossen hat, kann Praktika teilweise oder vollständig im Studium erlassen bekommen. Basis dafür sind die im Rahmen eines Modellprojektes der Bund-Länder-Kommission (BLK) „EduBest – Verbesserte Durchlässigkeit zwischen beruflicher Ausbildung und Studium an einer Hochschule“ erarbeiteten Kriterien.

Übergänge vom/zum herkömmlichen Qualifizierungssystem
Durch den modularen Aufbau der neuen Studienprogramme wird der Übergang von anderen Studienangeboten prinzipiell erleichtert. Dies gilt auch für Studierende, die einen der derzeit angebotenen Bachelor-Studiengänge absolvieren. Der Master-Studiengang „Chemie- und Biotechnologie“ ist ein neu konzipierter Studiengang auf wissenschaftlichem Niveau. Daher gilt sowohl für Absolventen des Bachelor-Studiengangs des Fachbereichs CuB in Darmstadt, als auch für Absolventen von Bachelor-Studiengängen verwandter Fachrichtungen, dass innerhalb des Master-Studiengangs keine allgemeinen Anerkennungen von Leistungen aus einem Bachelor-Studiengang möglich sind. In Ausnahmefällen können jedoch, falls der besondere Qualitätsanspruch des Master-Studiengangs erfüllt ist, einzelne Module anerkannt werden. Hierüber befindet der Prüfungsausschuss.

Hier können die Studierenden ihren persönlichen Neigungen und Interessen nachgehen. Vertiefungspraktika, Vorlesungen, Seminare, Exkursionen, Forschungs- und entwicklungsorientierte Projekte für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Drei alternative Schwerpunktsetzungen werden empfohlen:

  1. Vertiefung in Chemischer bzw. Verfahrenstechnik, um sich ergänzend zu den Kerndisziplinen des Studienfaches punktuell Expertenwissen- und -kompetenzen anzueignen.
  2. Besuch von Vorlesungen aus unserem Bachelor-Studiengang „Biotechnologie“, z. B. Mikrobiologie, Zellbiologie oder Bioverfahrens-technik, um Grundkenntnisse und -kompetenzen in der Biotechnologie zu erlangen.
  3. Besuch von fortgeschrittenen Lehrveranstaltungen im Bachelor-Studiengang „Chemie“ der benachbarten Technischen Universität Darmstadt zwecks Vorbereitung auf ein anschließendes Chemie-Master-Studium. Diese Vorgehensweise hat Modellcharakter für die Zusammenarbeit zwischen einer Fachhochschule und einer Universität in der Lehre und erleichtert den Übergang vom einen ins andere Bildungssystem. Sie wurde vom Wissenschaftsrat der Bundesrepublik Deutschland empfohlen und wird auch von den Präsidien der beiden Darmstädter Hochschulen nachhaltig gefordert und unterstützt.

Betriebspraktisches Semester und Bachelor-Arbeit: Hier wird am intensivsten die berufliche Praxis erlebt und das forschungs- und entwicklungsorientierte Arbeiten geübt.

Wie in jedem Studiengang einer Fachhochschule wird speziell Wert auf den Praxisbezug der Lehrveranstaltungen gelegt. Problemstellungen aus der Praxis bilden so einen Schwerpunkt der Lehre. Sie werden mit wissenschaftlichen Methoden auf Basis der theoretischen Grundlagen behandelt. An Beispielen aus der Praxis wird das erworbene Wissen ergänzt, geübt und gefestigt.

Am intensivsten erleben die Studierenden den Berufsalltag eines Chemie-Ingenieurs in der Forschung, Entwicklung und Anwendung während ihres Berufspraktischen Semesters und der direkt daran anschließenden Bachelor-Arbeit kennen. Das BPS wurde 1994 zum integralen Bestandteil der Diplom-Ingenieur-Ausbildung. Die Erfahrungen in den letzten 12 Jahren damit waren ausgesprochen positiv. Die Studierenden haben immer wieder den großen Wert des BPS betont, um sich ein realistisches Bild von ihrer späteren Berufstätigkeit machen zu können und um beim Durchlaufen von 2-3 verschiedenen Stationen in einer Chemiefirma etwas zu finden, was ihren persönlichen Interessen und Neigungen besonders entspricht. Häufig wurden während des BPS bereits Themen für Diplomarbeiten vereinbart. In Zukunft wird das BPS nahtlos in die Bachelor-Arbeit übergehen. Dadurch kann die Einarbeitungszeit für die Abschlussarbeit verkürzt werden, was ganz im Sinne der Studierenden und ihrer Fachbetreuer in der jeweiligen Firma ist.

Selbstverständlich sind aber auch die Studienphasen vor dem BPS praxisorientiert. Die Lehrveranstaltungen in Mathematik, Physik und Informatik sind auf die Bedürfnisse eines zukünftigen Ingenieurs maßgeschneidert. Einer unserer Mathematik- Professoren hat sich beispielsweise intensiv mit der mathema- tischen Beschreibung von Vorgängen in einem realen Rührreaktor aus unserem Technikum beschäftigt und gibt seine Forschungs- ergebnisse an unsere Studierenden weiter. Die Vorlesung in Anorganischer Chemie vermitteln zwar Basiswissen, tut dies aber vorwiegend an Beispielen aus der Industriellen Großchemie. Die Theorie der Säuren und Basen beispielsweise wird in einen direkten Bezug zur Herstellung und zur Verwendung der Massenprodukte Schwefelsäure, Salpetersäure oder Natronlauge gesetzt. Und das extra für die Darmstädter Studierenden entwickelte Praktikumsbuch zur Synthesechemie vermittelt anhand geeigneter Versuche die Standbeine der Industriellen Organischen Chemie: Petrochemie, Farbstoffe, Arzneimittel, Kunststoffe, Nachwachsende Rohstoffe etc. An diesen Schlagworten orientiert sich auch die Organische Fortgeschrittenen-Vorlesung, ohne dass theoretische Grundlagen wie z. B. Reaktionsmechanismen zu kurz kommen.

In der Technischen Chemie erlauben insbesondere die Rektifikationsanlage im Technikummaßstab sowie modern ausgerichtete Praktika im „Mikroreaktions-Stil“ sowie Prozess-Simulation und -Automatisierung eine realitätsnahe Ausbildung.

Ökologische Aspekte, die im Berufsalltag der zukünftigen Ingenieure eine große Rolle spielen, werden nicht nur in Vorlesungen vermittelt, sondern vor allem auch in den Chemischen Praktika. Das Konzept des praktikumsintegrierten Umweltschutzes wurde nämlich in der erste Hälfte der Neunziger Jahre maßgeblich an der Fachhochschule Darmstadt für unsere Studierenden entwickelt.

Schließlich erlernen die Studierenden anhand zahlloser Versuchsprotokolle und Praktikumsberichte, die von den Dozenten oder Labor-Assistenten sorgfältig korrigiert werden, die Praxis des wissenschaftlichen Dokumentierens und Präsentierens.

Fazit: Die vielseitig praktisch orientierte Ausbildung mit teilweise interdisziplinären Charakter garantiert die Berufsfähigkeit unserer Studierenden.

Weitere Informationen

Studiengangsleitung

Thomas Schäfer

Stephanstraße 7
64295 Darmstadt
: B15,0.08
+49.6151.16-38187
+49.6151.16-38950
Thomas Schäfer

weitere Informationen

Semesterbeitrag
Studienberatung an der h_da
Bewerbungsinformationen der h_da
Informationen des Sprachenzentrums h_da

Informationen zur Bewerbung finden Sie auf der zentralen Website der Hochschule Darmstadt.

LSF/QIS ist das zentrale System zur Studienverwaltung. h_da Studenten haben unter qis.h-da.de Zugang mit ihrer h_da Kennnung.

Im Studium finden h_da Studenten alle relevanten Informationen zu den Lehrveranstaltungen in Moodle unter lernen.h-da.de.